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Der Flugsimulator FMS
Ersten Kontakt mit dem Flugsimulator FMS hatte ich anlässlich der Messe Sinsheim am Stand des Aeroclub/BWLV. Dort war ein Laptop einschließlich eines Beamers vorhanden und man konnte mittels einer angeschlossenen Funkfernsteuerung verschiedene Modelle steuern. Das Positive an der ganzen Geschichte war, dass das Simulationsprogramm sog. "Freeware" ist, das heißt sich Kostenlos aus dem Internet herunterladen lässt. Doch alles was eine positive Seite hat, hat auch eine negative - so zeigt es die tagtägliche Erfahrung. In meinem Fall war das Problem das Betriebssystem meines Rechners - Windows XP - welches keine Treiber für am Parallelport oder der RS232 Schnittstelle angeschlossenen Zusatzgeräte -"Joysticks"- zur Verfügung stellt, also erstmal nix mit Joy! Das zweite Problem lag darin eine Lehrer/Schülereinheit für meine MC20 zu bekommen, die war bei Graupner erstmal nicht lieferbar (und das kann bekanntlich dauern!). Was folgte war eine lange Sucherei im Internet und führte schliesslich nach einiger Zeit auch zum gewünschten Ergebnis über das ich hier kurz berichten möchte. Vorausschicken möchte ich allerdings noch, dass die ganzen Infos in diesem Bericht nicht auf meinem Mist gewachsen sind, ich habe mich dabei nur als "Sammler und Jäger" betätigt und versucht möglichst viel an verwertbaren Informationen zusammenzutragen um den geneigten Lesern die Suche zu erleichtern. Also, nun zur Lösung meines Problems: Auf der FMS-Homepage von der man den Simulator herunterladen kann, fand ich Ende 2004 folgenden Hinweis: "Für den Bau eines USB Joystick Interfaces gibt es einen neuen Chip "JoyWarrior24 RC" der Firma Code Mercenaries. Mit dem USB Joystick Interface kann der FMS auch unter Windows XP mit dem eigenen Sender gesteuert werden. Eine detaillierte Beschreibung findet sich auf Harald Sattlers Hompage." Auf der Homepage von Harald Sattler findet man neben einer schönen Bauanleitung auch noch Hinweise u.a. auf die Bestelladresse für den PPM zu USB-Chip aus dem man sich ganz einfach ein Anschlusskabel bauen kann. Den zugehörigen C't-Artikel findet man hier. Den Chip findet man auf dieser Seite www.emedia.de/@83Lf5XUsdWRao/bin/em.pl durch Eingabe des Suchbegriffs Joywarrior in der seiteninternen Suchmaschine. Der Preis lag bei 12,50€ plus 3€ Versand (Stand Dez. 04). Das Teil wurde prompt geliefert und war innerhalb 3 Tagen da! Infos zu Schülerbuchsen, Steckerbelegung und einigen Beispielen zum Anschluss von Fernsteuerungen findet ihr hier. Auf dieser Seite kann man sogar ein Interface (oder die Bauteile dafür) bestellen, wenn man nicht in der Lage ist dies selbst zusammen zu löten oder dies nicht will. Weitere Infos zu unterschiedlichen Fernsteuerungen finden sich auf der oben erwähnten Homepage von Harald Sattler und im FMS-Handbuch zu finden unter www.sn-medien.de/modellpilot/fms/FMS-WIN-Handbuch-Beta7.pdf. Zu guter letzt die Lösung meines Senderproblems: Schülerbuchse an der mc-20
Die original Schülerbuchse besteht außer einer 3,5mm Stereoklinkenbuchse aus zwei
Widerständen und einem Kondensator. Hier der Schaltplan:
Anschluss der MC20 an den PC:
Alle Bauteile (bis auf das IC) gibt's bei Conrad-Elektronik. Einbau der Klinkenbuchse im Sender: Sender ausschalten, öffen und das HF-Modul entfernen (einfach herausziehen). Danach die kleine Platine, auf der das HF-Modul gesteckt ist herausschrauben. In der Zeichnung sind die Lötaugen eingezeichnet, dort jeweils ein Stück Leitung (am besten die zwei Drähte verdrillen, um Störeinstreuungen zu vermindern) anlöten, an das andere Ende an die Klinkenbuchse löten. Noch besser ist es, Masse über einen 120 Ohm Widerstand und Impuls über einen 100 Ohm Widerstand mit der Klinkenbuchse zu verbinden siehe oben! (das schützt den Eingang bei einem Kurzschluss im Stecker) Der Kondensator ist für unsere Zwecke nicht nötig. Unbedingt alles nochmal genau überprüfen, die Leitungen dürfen auf keinem Fall verkehrt angelötet werden! Ist alles in Ordnung kann man die Klinkenbuchse einbauen. Dazu einfach den Plastiknippel an der gewünschten stelle herausdrücken und Buchse anschrauben. Danach kann man die Platine wieder anschrauben, Modul wieder einstecken und den Sender schließen.
Die bewusste Platine sieht so aus: Ansicht von oben (Löcher) die Lötpunkte befinden sich
unter der kleinen Platine (deshalb muss man sie auch abschrauben!).
Hier noch mal das Bild u.a. mit der Belegung des Graupner-Steckers.
Und der Schaltplan des Interface mit Pinbelegung des Transistors. Das IC wird am Besten gesockel (Präzisionssockel verwenden!) Die Jumperanschlüsse bleiben alle unbelegt (=offen) die Zuordnung der Kanäle etc. erfolgt über das Simulatorprogramm (FMS) oder über ein kleines Konfigurationsprogramm welches man sich hier downloaden kann.
Zu guter Letzt: Jürgen Deininger |